
Keine Touristenshow, sondern inszenierte Fotografie mit Kreativität, Respekt und jeder Menge Spaß
Wenn ich mit meinen Fotogruppen in Ostafrika unterwegs bin, frage ich meine Gäste gern, ob sie neben unserer Tier- und Naturfotografie auch Lust auf einen ganz anderen Fotoworkshop haben: Menschen, Kultur, Bewegung und Gestaltung in einem Maasai-Dorf.
Wenn alle Spaß daran haben, organisiere ich einen solchen Workshop. Allerdings nicht als gewöhnliche touristische Vorführung. Wir entwickeln gemeinsam fotografische Szenen.
Ich bespreche mit den Maasai, welche Bewegungen und Situationen wir fotografieren möchten, wo sie stehen oder sich bewegen sollen. Gleichzeitig bekommen meine Fotografen konkrete Anweisungen zu Objektiven, Kameraeinstellungen, Perspektiven, Standpunkten und Bildgestaltung. So entsteht aus einer Idee Schritt für Schritt ein inszeniertes Foto.
Bei unserem aktuellen Workshop in Tansania haben wir unter anderem historische Jagdsituationen mit Speeren fotografisch dargestellt. Für andere Aufnahmen zeigten uns die Maasai ihre berühmten Sprünge, die traditionell bei Tänzen eine Rolle spielen und Kraft und Ausdauer demonstrieren.
Dabei entstehen nicht nur außergewöhnliche Bilder. Meistens wird unglaublich viel gelacht. Auch unsere Maasai-Modelle haben Freude daran, einmal etwas anderes zu gestalten als die üblichen Vorführungen für Besucher. Für ihre Arbeit als Fotomodelle erhalten sie von uns selbstverständlich ein gutes Honorar. So profitieren beide Seiten von diesem besonderen Erlebnis.
Wir haben dabei Tausende Bilder aufgenommen. Vier davon zeige ich Euch heute. Weitere Workshops aus diesem Dorf folgen noch.
Für mich gehört genau das zu einer besonderen Fotosafari: nicht nur Motive zu finden, sondern manchmal gemeinsam Bilder zu erschaffen.
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.



