
Vier Begegnungen aus der Wildnis Botswanas
Nicht immer müssen es Löwen, Leoparden oder Nashörner sein, die uns auf einer Fotosafari begeistern. Manchmal sind es die kleineren, unscheinbareren Bewohner der afrikanischen Wildnis, die uns besonders schöne Fotomotive schenken.
Während unseres Aufenthaltes im Mashatu Game Reserve in den letzten Tagen standen uns zwei unterirdische Fotoverstecke zur Verfügung. Von dort aus konnten wir sowohl tagsüber als auch nachts die unterschiedlichsten Wildtiere aus einer außergewöhnlich tiefen Perspektive fotografieren.
Zu unseren Besuchern gehörten auch mehrere Schakale, die immer wieder an die Wasserlöcher kamen, um ihren Durst zu stillen.
Schakale sind faszinierende Überlebenskünstler. Intelligent, anpassungsfähig und ständig auf der Hut. Mit ihren großen Ohren und wachsamen Augen entgeht ihnen kaum eine Bewegung.
Ich stelle mir manchmal vor, wie ein Schakal seinen nächtlichen Streifzug kommentieren würde: „Mal schauen, ob die Löwen etwas vom Abendessen übrig gelassen haben. Aber zuerst ein Schlückchen Wasser.
Besonders spannend war für mich der Unterschied zwischen den Aufnahmen bei Tageslicht und in der Dunkelheit.
Tagsüber zeigten sich die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung, während sie nachts vor dem tiefschwarzen Hintergrund beinahe wie geheimnisvolle Gestalten aus einer anderen Welt wirkten.
In diesem Beitrag zeige ich euch vier Bilder: zwei Nachtaufnahmen und zwei Tagesaufnahmen.
Genau solche Begegnungen machen für mich jede Fotoreise besonders. Denn Fotografieren auf Reisen bedeutet, auch den vermeintlich unscheinbaren Geschöpfen mit Neugier und Begeisterung zu begegnen.
Die Wildnis hat unendlich viele Geschichten zu erzählen. Man muss nur genau hinschauen!
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.



