
Manchmal ist ein Augenblick mehr wert als ein ganzes Vermögen
Obwohl wir Botswana gestern verlassen haben und unsere Fotosafari inzwischen in Südafrika fortsetzen, möchte ich euch noch eines meiner absoluten Lieblingsbilder aus Botswana zeigen.
In nur drei Tagen habe ich dort über 12.000 Fotos aufgenommen. Nicht einmal einen Bruchteil dieser Begegnungen konnte ich bisher mit euch teilen.
Dieses Bild entstand nachts aus unserem unterirdischen Fotoversteck. Eine Elefantenmutter und ihr Junges standen gemeinsam am Wasserloch. Zwei Leben, verbunden durch ein unsichtbares Band aus Liebe, Vertrauen und Geborgenheit. Vor der tiefen Schwärze der afrikanischen Nacht entstand ein Augenblick von unglaublicher Zärtlichkeit.
Für mich ist dieses Foto weit mehr als eine schöne Tieraufnahme. Es erzählt auch etwas über mein eigenes Leben.
Mehrfach hatte ich die Gelegenheit, mit anderen Tätigkeiten in kurzer Zeit sehr viel Geld zu verdienen. Doch ich habe mich immer wieder für die Wildnis, die Fotografie und meine Freiheit entschieden.
Und ich habe diese Entscheidung niemals bereut.
Denn was ist wahrer Reichtum?
Ein prall gefülltes Bankkonto? Ein goldenes Haus? Materieller Überfluss?
Für mich liegt der wahre Luxus darin, solche Augenblicke erleben zu dürfen. In der Dunkelheit Afrikas zu sitzen, dem Atem der Wildnis zu lauschen und Zeuge einer Zärtlichkeit zu werden, die keine Worte braucht.
Seit über 30 Jahren verbringe ich große Teile meines Lebens in der Wildnis unserer Erde. Ich habe unzählige Nächte durchwacht, Sonnenaufgänge erlebt und Begegnungen fotografiert, die sich mit keinem Geld der Welt kaufen lassen.
Dieses Bild erinnert mich daran, dass man reich sein kann, ohne ein Vermögen zu besitzen.
Und dass die kostbarsten Schätze des Lebens nicht in Tresoren liegen, sondern in unseren Erinnerungen.
Dafür bin ich unendlich dankbar.
Genau diese Leidenschaft möchte ich auf jeder Fotoreise weitergeben. Denn eine Fotosafari bedeutet für mich weit mehr als Fotografieren auf Reisen. Sie bedeutet, das Leben in seiner ursprünglichsten und schönsten Form zu spüren.
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.
