
Nächtliche Begegnungen mit Hyänen in Botswana
Es ist mitten in der Nacht. Die afrikanische Wildnis liegt im Dunkeln. Irgendwo hinter dem Wasserloch raschelt es im Gebüsch. Was mag dort unterwegs sein? Ein Leopard? Ein Löwe? Oder vielleicht eine ganze Elefantenherde?
Genau diese Ungewissheit macht die Nachtfotografie aus einem unterirdischen Fotoversteck so unglaublich spannend!
Während unserer Fotosafari im Mashatu Game Reserve in Botswana haben wir ganze Nächte in solchen Verstecken verbracht. Stundenlang sitzen wir dort, beobachten das Wasserloch und warten auf unsere tierischen Besucher.
Dabei kämpfen zwei mächtige Gegner gegeneinander: die eigene Müdigkeit und die unbändige Neugier auf das, was als Nächstes passieren könnte.
Die Augen werden schwer, der Körper verlangt nach Schlaf. Doch plötzlich knackt ein Ast in der Dunkelheit. Sofort ist alle Müdigkeit vergessen!
Jetzt heißt es: absolute Ruhe bewahren! Keine hektischen Bewegungen, keine unnötigen Geräusche. Denn die Tiere sollen sich sicher fühlen und ungestört ihren Durst stillen können.
Vor drei Nächten wurden wir unter anderem mit wunderschönen Begegnungen mit Hyänen belohnt.
Diese faszinierenden Raubtiere, die oft völlig zu Unrecht auf ihre Rolle als Aasfresser reduziert werden, sind ausgezeichnete Jäger und wichtige Bestandteile des afrikanischen Ökosystems.
Vier meiner nächtlichen Hyänenaufnahmen möchte ich euch heute zeigen.
Die tiefe Kameraperspektive und der pechschwarze Hintergrund verleihen diesen Bildern eine ganz besondere Atmosphäre.
Für mich bedeutet eine Fotoreise weit mehr als Fotografieren auf Reisen. Eine solche Fotosafari ist ein Abenteuer voller Überraschungen, Geduld und unvergesslicher Begegnungen.
Und genau deshalb liebe ich diese Nächte in der Wildnis so sehr!
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.



