Yuval Noah Harari fragt, was künstliche Intelligenz mit Wahrheit, Macht und uns selbst macht.
Ich habe viele Bücher gelesen. Manche waren unterhaltsam, andere lehrreich – und einige haben mein Denken verändert. Dazu gehören die Bücher von Yuval Noah Harari.
Harari beschäftigt sich mit Information, Macht und der Frage, was geschieht, wenn künstliche Intelligenz Informationen nicht nur nutzt, sondern mitgestaltet. Wird sie für uns langsam zu einer Bedrohung?
Ein Gedanke ist bei mir besonders hängen geblieben: Mehr Information bedeutet nicht automatisch mehr Wahrheit.
Noch nie hatten wir so viel Wissen – und trotzdem ist es nicht leichter geworden, Wahrheit von Manipulation und Wissen von Meinung zu unterscheiden.
Mit KI kommt etwas Neues hinzu. Systeme können Informationen analysieren, kombinieren und neue Inhalte erzeugen. Das kann beängstigend sein, aber auch eine Chance.
Ich arbeite viel mit KI. Sie hilft mir, Gedanken aus Philosophie, Wissenschaft, Kunst, Politik, Geschichte und Fotografie zu verbinden.
Die große Gefahr könnte gar nicht darin liegen, dass KI irgendwann bösartig wird. Vielleicht liegt sie vielmehr darin, dass wir aus Bequemlichkeit aufhören, selbst zu denken.
Keine KI sollte uns die Verantwortung abnehmen. Sie kann informieren, Perspektiven zeigen und Gedanken herausfordern. Entscheiden müssen wir selbst.
Vielleicht führt uns KI deshalb zu einer viel älteren Frage zurück: Was macht uns eigentlich menschlich?
Gerade in den kommenden Wochen zeigt sich diese Verantwortung auch an den Wahlurnen – bei Landtagswahlen ebenso wie bei den Kommunalwahlen hier bei uns in Hannover.
Denn dort entscheiden wir, wem wir unsere Stimme und politische Macht anvertrauen und welche Zukunft wir gestalten wollen.
Gerade in Deutschland gehört dazu die Frage, ob wir aus unserer Geschichte gelernt haben und ob wir eine offene, vernünftige und demokratische Zukunft wollen.
Vielleicht zeigt sich an solchen Entscheidungen, wie intelligent wir Menschen sind.
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