
Wenn Sekunden über Erfolg und Flucht entscheiden
Heute haben wir die Zentralserengeti verlassen und uns auf den Weg in Richtung Ngorongoro-Krater gemacht. Doch in Tansania ist selbst eine Fahrt von A nach B niemals einfach nur eine Fahrt.
Schon unterwegs begegnete uns ein wunderschöner männlicher Löwe, der auf einem Termitenhügel saß und über die Savanne blickte. Ein Anblick voller Ruhe, Kraft und Würde.
Doch wenig später war es mit der Ruhe vorbei.
Wir entdeckten einen Geparden – und plötzlich begann eine Jagd, die unsere ganze Aufmerksamkeit forderte.
Sein Ziel war eine Grant-Gazelle.
Innerhalb weniger Augenblicke verwandelte sich die scheinbar friedliche Savanne in eine Rennstrecke. Der Gepard beschleunigte und raste hinter der Gazelle her. Für uns Fotografen begann gleichzeitig die Herausforderung: mit den Kameras folgen, den Fokus halten, mitziehen und genau im richtigen Moment auslösen.
Der Gepard kam näher.
Die Gazelle rannte um ihr Leben.
Zwei perfekt an Geschwindigkeit angepasste Tiere, zwei völlig unterschiedliche Ziele: Für den einen ging es um Nahrung, für die andere um nichts weniger als das eigene Leben.
Und diesmal gewann die Gazelle.
Der Gepard musste seinen Jagdversuch abbrechen. Für ihn blieb die Beute unerreichbar – für uns blieb eine faszinierende Bildserie einer Begegnung, die sich in wenigen Sekunden abspielte und dennoch lange in Erinnerung bleiben wird.
Genau solche unvorhersehbaren Momente machen eine Fotosafari durch die Serengeti so besonders. Man weiß morgens nie, welche Geschichte die Wildnis bis zum Abend für uns geschrieben haben wird.
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.






