Wo die Bäume den Himmel berühren – ein märchenhafter Wald in Tasmanien.

Wo die Bäume den Himmel berühren – ein märchenhafter Wald in Tasmanien.
Wo die Bäume den Himmel berühren – ein märchenhafter Wald in Tasmanien.

Zwischen Riesenbäumen, Farnen und Wasserfällen – Tasmaniens wilde Magie.

Australien ist ein Land der großen Entfernungen – und der großen Überraschungen.

Auf unserer Fotosafari haben wir bereits ganz unterschiedliche Landschaften erlebt und fotografiert: Küsten, Strände, trockene Weiten, Wälder und natürlich die faszinierende Tierwelt Australiens. Doch manchmal betritt man einen Ort, an dem sich die Welt für einen Augenblick verändert.

So einen Ort haben wir in Tasmanien gefunden.

Es war ein Wald, der nicht einfach nur schön war.

Er wirkte märchenhaft.

Zwischen den gewaltigen Bäumen wurde es still. Eine Stille, die nicht leer war, sondern voller Leben. Das Licht fiel durch das Blätterdach und malte helle und dunkle Muster auf den Waldboden. Farne breiteten ihre filigranen Wedel aus, Wasser suchte sich seinen Weg über moosige Felsen, und überall gab es kleine Szenen, die aussahen, als hätte ein Künstler sie sorgfältig arrangiert.

Und dann diese Bäume.

Manche der riesigen Bäume können beinahe 100 Meter hoch werden.

Wenn man unter solchen Giganten steht und nach oben blickt, bekommt das Wort Größe plötzlich eine völlig andere Bedeutung.

Man fühlt sich klein.

Aber nicht unbedeutend.

Vielleicht ist genau das eine der schönsten Lektionen, die uns die Natur geben kann.

Sie erinnert uns daran, dass wir nicht das Zentrum der Welt sind.

Wir sind nur ein kurzer Augenblick in einer Geschichte, die lange vor uns begonnen hat.

Ein Baum kann Jahrhunderte wachsen. Ein Fluss kann seit unvorstellbar langer Zeit seinen Weg durch ein Tal suchen. Ein Wald kann Generationen von Menschen kommen und wieder verschwinden sehen.

Und wir?

Wir stehen dort vielleicht zehn Minuten mit einer Kamera in der Hand und versuchen, einen winzigen Ausschnitt dieser Ewigkeit festzuhalten.

Das ist für uns Fotografie.

Man fotografiert nicht nur, was man sieht.

Man versucht festzuhalten, was man gefühlt hat.

Besonders beeindruckend waren die Wasserfälle, die wir in dieser Landschaft entdecken konnten. Einige lagen so still und abgeschieden, dass wir das Gefühl hatten, diesen Ort ganz für uns allein zu haben.

Kein Verkehr.

Keine Menschenmassen.

Kein Lärm.

Nur Wald, Wasser, Licht und diese besondere Atmosphäre, die man nicht planen kann.

Und genau solche Momente sind es, wegen denen wir fotografieren.

Denn manchmal ist das schönste Foto nicht das spektakulärste.

Manchmal ist es ein Bild von einem Farn, durch den ein einzelner Lichtstrahl fällt.

Oder Wasser, das über einen moosbewachsenen Felsen gleitet.

Oder ein Baumstamm, der scheinbar endlos nach oben wächst und irgendwo dort oben im Licht verschwindet.

Eine Fotosafari ist mehr als Tierfotografie.

Wenn Menschen das Wort Fotosafari hören, denken viele zuerst an Löwen, Leoparden, Elefanten oder andere wilde Tiere.

Natürlich lieben wir diese Begegnungen.

Aber eine Fotosafari bedeutet für uns mehr.

Wir fotografieren die gesamte Geschichte eines Lebensraumes.

Die Tiere gehören dazu.

Aber ebenso die Landschaft, in der sie leben.

Das Licht.

Die Pflanzen.

Die Flüsse.

Die Berge.

Die Wälder.

Und manchmal sogar die Stille.

Denn die Landschaft ist nicht bloß eine Kulisse.

Sie ist ein Teil der Geschichte.

Was wäre ein Känguru ohne die Landschaft Australiens?

Was wäre ein Vogel ohne den Lebensraum, der ihm Nahrung und Schutz bietet?

Und was wäre dieser tasmanische Wald ohne seine riesigen Bäume, seine Farne, seine Wasserfälle und dieses besondere Licht?

Genau deshalb gehört Landschaftsfotografie für uns selbstverständlich zu einer Fotosafari.

Wir wollen nicht nur die Bewohner eines Landes fotografieren.

Wir wollen auch ihre Welt zeigen.

Von Tasmanien ins Northern Territory

Während ich diese Zeilen schreibe, sind wir inzwischen wieder auf dem australischen Festland unterwegs – im Northern Territory.

Und schon wieder verändert sich alles.

Andere Farben.

Anderes Licht.

Andere Landschaften.

Andere Tiere.

Eine andere Welt.

Australien zeigt uns gerade, wie viele verschiedene Welten in einem einzigen Land existieren können.

Und vielleicht ist genau das der größte Luxus einer solchen Reise:

Nicht einfach nur viele Orte zu besuchen.

Sondern immer wieder das Gefühl zu haben, zum ersten Mal irgendwo auf der Welt zu sein.

Am Ende sammeln wir auf einer Fotosafari nicht nur Bilder.

Wir sammeln Augenblicke.

Geräusche.

Gerüche.

Lichtstimmungen.

Begegnungen.

Und Erinnerungen.

Manche dieser Momente bleiben länger in uns als auf unseren Speicherkarten.

Und vielleicht ist das überhaupt der wahre Sinn der Fotografie:

Nicht die Welt besitzen zu wollen.

Sondern sie für einen kurzen Moment wirklich zu betrachten.

Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.

www.Benny-Rebel.com

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