
Vor der Haustür der Wildnis – Pelikane fotografieren auf den Galápagos
Wir sind weiterhin auf Isabela Island unterwegs und erleben jeden Tag aufs Neue, wie unglaublich nah man hier der Natur kommt.
Unsere Unterkunft liegt direkt am Strand – und das bedeutet tatsächlich: Kamera in die Hand nehmen, aus der Tür treten, und die Fotografie beginnt.
Meine Rechnung ist vollkommen aufgegangen. Statt auf schaukelnden Booten zu reisen und dort auch zu übernachten, haben wir uns für private Flugzeuge zur Anreise und feste Unterkünfte direkt am Strand entschieden. So bleibt das Reisen angenehm und effizient – und auch das Fotografieren profitiert enorm davon. Alles ist schnell erreichbar, wir verlieren keine Zeit auf See, und können unsere Motive entspannt und ausgeruht angehen. Das macht die gesamte Reise nicht nur komfortabler, sondern auch fotografisch besonders ergiebig.
Viele unserer Motive befinden sich buchstäblich vor der Haustür. Entlang der Küste beobachten wir die urtümlichen Marine Iguana, die zwischen den Lavasteinen nach Algen suchen, und die leuchtend roten Klippenkrabben, die flink über die Felsen huschen.
Besonders spektakulär sind jedoch die Jagdszenen der Pelikane. Der Brown Pelikan gleitet zunächst ruhig über das Meer. Dann, plötzlich, kippt der Körper nach vorne, die Flügel legen sich an – und der Vogel stürzt wie ein Pfeil ins Wasser. Ein kurzer Aufprall, ein tiefes Eintauchen… und wenige Sekunden später taucht er wieder auf, schüttelt das Wasser aus dem Gefieder und fliegt davon.
Genau diesen Moment haben ich hier fotografisch festgehalten: eine ganze Sequenz vom Flug über den Sturz bis zum Auftauchen aus dem Wasser.
Die Tierfotografie auf den Galápagos Islands ist einzigartig, weil die Tiere kaum Scheu vor Menschen kennen. Dadurch lassen sich solche Szenen aus nächster Nähe beobachten und fotografieren – ruhig, respektvoll und ohne die Tiere zu stören.
Herzliche Grüße von Isabela Island
Euer Benny









