
Dankbarkeit und Wildnis: Die FOTOREISE meines Lebens
Blicke ich heute auf dieses Bild, das vor über 20 Jahren entstand, spüre ich eine tiefe, fast ehrfürchtige Dankbarkeit. Es zeigt mich in der afrikanischen Wildnis, konzentriert darauf, mit einer speziellen 3D-Kamera einen majestätischen Elefanten festzuhalten. Die Aufnahmen von damals fanden ihren Platz in meinem 3D-Bildband, der erfolgreich in sechs Sprachen übersetzt und weltweit verkauft wurde. Doch dieses Foto ist für mich weit mehr als eine technische Erinnerung; es ist ein Spiegel meines Lebenswegs.
Vor etwa 30 Jahren brachte ich den Mut auf, den Weg zu gehen, den mir mein Herz empfahl. Ich machte mich selbstständig, ohne jegliche Sicherheiten. Es folgten viele Jahre harter Arbeit, in denen ich wenig Geld verdiente, aber ich war niemals unglücklich. Warum? Weil ich jeden Tag das tat, was mich wahrhaft glücklich machte.
Ich habe mein Leben nicht primär auf Hinblick auf eine spätere Rente oder ein hohes Einkommen konzipiert. Mein Fokus lag stets darauf, was mich heute und während des Prozesses des Älterwerdens erfüllt. Es waren die unzähligen Fotosafaris und die langen Aufenthalte in der Wildnis, die mein Sein geprägt haben. Tierische Begegnungen, die mal lustig, mal spannend, gefährlich oder zutiefst traurig waren, hinterließen Spuren in meiner Seele. Diese emotionalen Erfahrungen auf jeder Fotoreise sind so reichhaltig, dass ich etliche Bücher darüber hätte schreiben können.
Viele Fotos sind dabei entstanden, die mich immer wieder an diese besonderen Momente erinnern. So wie dieses Bild, das mich an die Begegnung mit jenen tollen Elefanten erinnert, die ich damals in meinem 3D-Werk verewigt habe. Ich bin zutiefst dankbar für dieses abenteuerliche Leben, das ich bisher führen durfte und weiterhin führen darf.
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.
