Die Kletterkünstler-Lehrstunde: Elisabeths rasanter Abgang

Ein junges Makakenweibchen hockt auf einem Baumstamm und schaut verträumt in die Kamera, aufgenommen in Borneo.

Kopf über Heck – Das Dschungel-Drama der kleinen Elisabeth auf unserer FOTOREISE

Dass die Natur die besten Geschichten schreibt, wissen wir auf jeder Fotosafari. Aber hier auf Borneo hat uns eine kleine Dame namens Elisabeth die Lachtränen in die Augen getrieben. Elisabeth ist ein junges Makaken-Mädchen, das offenbar gerade ihren „Führerschein im Baumklettern“ macht – allerdings mit einer sehr eigenwilligen Interpretation der Fahrphysik.

Die Szene: Ein stattlicher, hoher Baum. Elisabeth möchte nach unten. Zuerst sah alles ganz professionell aus: Kopf nach oben, Hinterteil nach unten, ganz klassisch und vorsichtig rutschte sie die ersten Meter am Stamm herab. Man sah ihr förmlich an, wie sie die Lage sondierte. Doch dann kam der Moment, in dem Elisabeth wohl dachte: „Viel zu langweilig! Machen wir es mal wie die Profi-Stuntmen.“

Kurzerhand drehte sie sich mitten am Stamm um. Die neue Taktik: Kopf nach unten, Hinterteil in die Luft. Ein aerodynamisches Meisterwerk – zumindest theoretisch. Praktisch stellte sie fest, dass die Schwerkraft auf Borneo keine Gefangenen macht. Die Geschwindigkeit nahm exponentiell zu, die Bremsmanöver mit den kleinen Händen griffen ins Leere und der Boden kam bedrohlich schnell näher. In einer Mischung aus Panik und purer Entschlossenheit musste Elisabeth schließlich den Notabsprung wagen. Mit einem kräftigen „Plopp“ plumpste sie auf das Hinterteil – direkt auf den Dschungelboden.

Wir standen mit unseren Kameras in der Nähe und konnten nicht anders, als lauthals zu lachen. Elisabeth schüttelte sich kurz, schaute sich um, als wollte sie sagen „Das war genau so geplant!“, und zog von dannen. Es war einer dieser herrlich unperfekten Momente, die unsere aktuelle Fotoreise so menschlich und liebenswert machen. Wer braucht schon perfekte Action, wenn er Elisabeth beim Sturzflug zuschauen darf?

Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.

www.benny-rebel.com

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