
Manche Heimreisen beginnen mit einem Koffer voller Staub und Speicherkarten voller Wunder
Heute Abend verlasse ich Südafrika und Botswana. Hinter uns liegen Tage, die sich kaum in Worte fassen lassen: außergewöhnliche Tierbegegnungen, großartiges Licht, packende Momente und unzählige Auslösungen. Unsere Fotografen fliegen mit Tausenden Aufnahmen nach Hause – und, davon bin ich überzeugt, mit einer ganzen Reihe echter Fünf-Sterne-Bilder. Vor allem aber mit glücklichen Augen.
Mein Dank gilt den Menschen in Südafrika und Botswana. Ihre Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Aufmerksamkeit haben diese Fotosafari zu etwas Besonderem gemacht. Und euch, die ihr meine Erlebnisse begleitet, Beiträge geteilt und kommentiert habt: Danke, dass ihr ein Stück mitgereist seid!
Wenn ich auf meine Jahre in der Wildnis zurückblicke, bin ich auch für eine Entscheidung dankbar: dass ich damals den Mut hatte, mir dieses Leben aufzubauen. Noch immer packe ich alle paar Wochen meinen Koffer und ziehe los. 46 Grad Hitze? Staub in jeder Ritze? Hagel, Mückenstiche, Schlamm? Gehören dazu. Wer die Natur nur klimatisiert erleben möchte, verpasst manchmal ihre stärksten Geschichten.
Natürlich schätze ich unsere wunderschönen, oft luxuriösen Lodges. Aber die Magie dieser Fotoreisen wartet draußen, wo kein Fünf-Sterne-Service die Sonne milder und kein weiches Bett den Boden weniger staubig macht. Dort spüre ich das Leben mit Haut und Haaren. Und genau dort möchte ich sein.
Ab übermorgen bin ich wieder in meinem Büro in Deutschland erreichbar. Mein Körper reist heim. Ein Teil meiner Gedanken streift vermutlich noch lange durch den afrikanischen Busch.
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.
