Platzverweis im Dschungel: Wenn die Fotosafari zum Kampfring wird

Ein Pfau hat den perfekten Auftritt geplant, die Bühne ist im Kanha Nationalpark bereitet und sein glitzerndes Federkleid ist blitzblank geputzt. Unser Pfau hier hatte nur ein Ziel: Die Damenwelt mit seinem spektakulären Rad zu beeindrucken. Es war eine Performance der Extraklasse, ein echtes Highlight auf jeder Fotoreise. Doch dann passierte das, was jeden Künstler in den Wahnsinn treibt: Das Publikum – oder besser gesagt, die ungebetenen Statisten – fingen an zu drängeln.
Mitten in die romantische Darbietung platzte eine Gruppe Axishirsche. Ohne Sinn für Ästhetik oder die harte Arbeit des Künstlers fingen sie seelenruhig an, genau dort zu grasen, wo der Pfau gerade seine besten Moves zeigte. Man konnte das Entsetzen in den Augen des Vogels förmlich sehen. „Leute, das ist MEINE Bühne!“, schien er zu rufen. Doch die Hirsche ließen sich das saftige Grün nicht entgehen.
Was macht ein stolzer Tänzer in dieser Situation? Er geht in den Angriffsmodus über! Mit aufgeplusterten Federn und gezielten Scheinattacken versuchte der Pfau, die vierbeinigen Rasenmäher zu vertreiben. Es war ein köstlicher Anblick: Ein Vogel gegen eine Gruppe Hirsche, nur um die Integrität seiner Tanzfläche zu bewahren. Wer hätte gedacht, dass eine Fotosafari so viel Comedy-Potenzial bietet? Am Ende lernten wir: Leg dich niemals mit einem Pfau an, der gerade im Dating-Modus ist.
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.


