FOTOSAFARI in Kanha – Wenn Languren den Dschungel zur Bühne machen

Auf einer FOTOREISE in Indien sind die Tiger oft die unangefochtenen Stars der Show, aber wer den Blick einmal bewusst hebt, entdeckt auch die flinken Akrobaten des indischen Dschungels. Im Kanha Nationalpark hatte ich gestern das Vergnügen, eine größere Gruppe Hanumanlanguren bei ihrem ausgelassenen Spiel zu beobachten. Diese Primaten mit ihren markanten schwarzen Gesichtern und den unglaublich langen, eleganten Schwänzen gelten in Indien als heilig, doch wenn sie erst einmal loslegen, ist von ihrer göttlichen Würde wenig zu spüren – dafür umso mehr von purer Lebensfreude.
Es ist absolut faszinierend zu sehen, mit welcher Leichtigkeit und Präzision sie von Ast zu Ast segeln. Auch auf dem Boden sind sie äußerst flink. Besonders die Jungtiere sind in diesen Momenten kaum zu bändigen. Sie balgen sich im weichen Gras, jagen einander in atemberaubendem Tempo durch das dichte Blätterdach der Sal-Bäume und scheinen die Gesetze der Schwerkraft fast vollständig zu ignorieren. Für mich als Fotograf ist solch ein Treiben eine wunderbare Gelegenheit zur Beobachtung. Man muss schnell reagieren, den Fokus auf den Augen halten und den Auslöser im exakt richtigen Bruchteil einer Sekunde drücken, um die Dynamik dieser Bewegungen einzufrieren.
In diesem Beitrag zeige ich euch einige Aufnahmen, die genau diese unbeschwerte Spielfreude einfangen. Kanha bietet mit seiner urwüchsigen Landschaft die perfekte Kulisse für solche Verhaltensstudien. Die Languren sind ein fester Bestandteil dieser Wildnis und bringen eine ganz eigene, fast schon menschliche Komponente in unsere FOTOSAFARI. Es sind oft gerade diese lebendigen Szenen abseits der großen Raubkatzen, die eine FOTOREISE so vielschichtig und vollständig machen. Ich hoffe, diese Bilder geben euch einen kleinen Einblick in den quirligen Alltag des indischen Waldes!
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.







