Klein, leicht und vielseitig – mein Praxistest: Sigma 20–200mm vs. Tamron 35–135mm

Flexibilität auf Reisen: Warum ich das Sigma 20–200mm für Reisefotografen empfehle

Wenn man viel reist, weiß man, dass jedes Gramm zählt und jedes Objektiv wohlüberlegt sein will. Ich habe kürzlich das neue Sigma 20–200mm f/3,5–6,3 gekauft und ausprobiert und es mit meinem bewährten Tamron 35–135mm f/2–2,8 verglichen.

Das Tamron ist lichtstark, scharf und ein zuverlässiges Werkzeug für professionelle Fotografie auf Reisen. Es liefert eine hervorragende Bildqualität und eine sehr nützliche Lichtstärke.

Das neue Sigma-Objektiv überrascht jedoch auf vielen Ebenen: Es ist klein, leicht und deutlich flexibler als das Tamron, sowohl im Weitwinkel- als auch im Telebereich. Meine Befürchtung, dass die Bildqualität bei einem solch kompakten Objektiv leiden würde, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Zwar ist die Schärfe an den Rändern minimal geringer als beim Tamron, doch im Reisealltag spielt das kaum eine Rolle. Beide Objektive sind in der Mitte hervorragend.

Für Reisefotografen ist das Sigma eine echte Bereicherung. Es deckt mehr Brennweite ab, ist einfacher zu transportieren und bietet einen sehr attraktiven Preis – nämlich die Hälfte des Preises für das Tamron. Wer nicht zwingend die extreme Lichtstärke des Tamron benötigt, ist mit diesem Objektiv deutlich besser bedient: Mehr Flexibilität, kleineres Gewicht und kompaktere Bauweise machen es zum idealen Reisebegleiter.

Natürlich ersetzen diese beiden Zooms nicht die Qualität hochwertiger Festbrennweiten, aber für die meisten Reiseeinsätze liefern sie eine Bildqualität auf hohem Niveau. Oft ist es die Flexibilität, die den Antrieb der Kreativität ausmacht, und nicht die pure Pixel-Qualität.

Mein Fazit: Wer auf Reisen Wert auf Komfort, Vielseitigkeit, Kreativität und Flexibilität legt, wird das Sigma lieben – und das Tamron bleibt die erste Wahl, wenn Lichtstärke und mehr Schärfe entscheidend sind. Die Bildqualität der üblichen 24-70mm F2,8 Objektive ist auch hervorragend, aber der Brennweitenbereich dieser Linsen ist für mich persönlich zu klein. Sie sind nicht so flexibel und ermöglichen weniger kreatives Arbeiten. 

Ein kleiner Tipp für alle, die viel unterwegs sind: Überlegt genau, welche Priorität ihr setzt – Gewicht und Vielseitigkeit oder Lichtstärke. Für meine Reisen wird das Sigma ein sehr nützlicher Begleiter werden. Auf meiner kommenden Fotosafari nach Madagaskar werde ich auch noch den Alltagstauglichkeit dieses Objektivs in der Wildnis testen. 

Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.

www.Benny-Rebel.com

Aktuelle Nachrichten

Seelöwen, Selfies und Straßensperren – Fotosafari auf San Cristóbal

Chantal, Gerhard und Jürgen regieren die Promenade Wer glaubt, auf einer Fotoreise zu sein, irrt....

Galápagos Fotoreise: Begegnung mit den Meerechsen von San Cristóbal

Die stillen Drachen der Lava – Die Meerechsen Wir sind auf San Cristóbal angekommen –...

Geheimnisse der Dunkelheit: Nacht-FOTOSAFARI im Amazonas Ecuadors

Wenn der Regenwald die Nacht eröffnet – Unterwegs im Amazonas Ecuadors Es gibt Orte, die...

Fotosafari Newsletter

Melden Sie sich jetzt an und erhalten Sie exklusive Updates zu Fotoreisen, Safaris und Projekten von Benny Rebel – direkt in Ihr Postfach!