
Das große Warten auf das Crossing
Wir stehen gerade am Mara-Fluss im Norden der Serengeti – und vor uns warten schätzungsweise 1.000 Gnus.
Sie sind hier. Der Fluss ist vor ihnen. Wir sind bereit. Nur eines fehlt noch: Ein Gnu muss den Anfang machen.
Genau das macht die große Migration so unglaublich spannend. Niemand kann vorhersagen, wann die Herde den Mara überquert. Minutenlang oder sogar stundenlang kann scheinbar nichts passieren. Die Tiere kommen ans Ufer, ziehen sich wieder zurück, sammeln sich erneut – und plötzlich kann ein einziges Gnu ins Wasser springen und eine ganze Lawine aus Hufen, Staub und Körpern in Bewegung setzen.
Für uns Fotografen sind diese Minuten voller Spannung. Die Kameras liegen bereit, die Einstellungen stimmen und jeder beobachtet die Herde. Denn wenn es losgeht, kann sich die Szenerie innerhalb von Sekunden komplett verändern.
Ein Crossing am Mara-Fluss gehört für mich zu den aufregendsten Ereignissen, die wir auf einer Fotosafari in Afrika erleben und fotografieren können. Man kann zur richtigen Jahreszeit am richtigen Ort sein – doch am Ende entscheidet allein die Natur.
Und genau das ist das Schöne daran.
Also: Drückt uns die Daumen! Vielleicht stehen diese rund 1.000 Gnus schon bald nicht mehr vor dem Mara, sondern schwimmen direkt vor unseren Kameras durch den Fluss.
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.
