Von Sonnenbrillen, Drogen und fliegenden Kacheln

Ich bin jetzt seit drei Tagen in Lissabon und wurde schon mehrmals sehr freundlich gefragt, ob ich Lust auf ein bisschen Marihuana, Kokain oder ein paar mysteriöse Tabletten hätte.

Wenn man mit offenen Augen durch die Welt reist – und ich meine wirklich offenen Augen – stolpert man regelmäßig über landestypische Kuriositäten. Jede Region hat so ihre Eigenheiten. Und Portugal? Hat gleich ein paar sehr charmante… sagen wir mal… Besonderheiten im Angebot.

Ich bin jetzt seit drei Tagen in Lissabon und wurde schon mehrmals sehr freundlich gefragt, ob ich Lust auf ein bisschen Marihuana, Kokain oder ein paar mysteriöse Tabletten hätte. Und das nicht etwa in dunklen Gassen um Mitternacht – nein, mitten am Tag, auf belebten Plätzen, mit der Sonne im Gesicht und einer Brise vom Tejo.

Das eigentlich Spannende daran ist aber nicht das Angebot an sich – das kennt man ja aus diversen Großstädten – sondern die kreative Verpackung. Die Jungs, die einem die verbotenen Substanzen andrehen wollen, kommen ganz harmlos daher: mit einer Hand voll absolut stilistisch fragwürdiger Sonnenbrillen. Sie treten an dich heran, wedeln mit den Billo-Brillen und fragen ganz unschuldig, ob du eine kaufen möchtest. Lehnst du dankend ab, folgt sofort das eigentliche Menü: „Vielleicht lieber ein bisschen Koks?“ – Na klar, weil das ja die logische Alternative zur Sonnenbrille ist. Wer braucht schon UV-Schutz, wenn er fliegende Einhörner sehen kann?

Apropos Kurioses: Wie ihr wisst, liebe ich Flohmärkte – diese kleinen Schatzkammern des Zufalls. Auch hier in Lissabon bin ich natürlich wieder fündig geworden. Besonders ins Auge gefallen sind mir die vielen bunten portugiesischen Kacheln – diese wunderschönen, oft handbemalten Azulejos.

Was ich bis gestern nicht wusste: Ein nicht unerheblicher Teil dieser Kacheln auf dem Flohmarkt hat sein Zuhause nicht ganz freiwillig verlassen. Sie wurden teilweise direkt von den Häuserfassaden „entfernt“ – sprich: geklaut – und landen dann als Deko-Schnäppchen auf dem Flohmarkt. Und ich wunderte mich noch über die vielen Lücken in den kunstvoll gekachelten Häuserfronten. Tja, wieder was gelernt.

Denn wie sagt man so schön:

Und wirst du alt wie ein Haus – lernst du nie aus.

Ich habe übrigens noch viele weitere Beobachtungen gemacht – aber ich will euch hier nicht gleich mit einem Roman erschlagen. Das hebe ich mir für die nächsten Beiträge auf.

Sonnige Grüße (und nein, ich habe keine Brille gekauft!)

Euer Benny aus Lissabon ☀️😎

www.BennyRebel.com

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