
Fotosafari im Zeichen der XXL-Riechkolben: Die Nasenaffen Borneos
Stell dir vor, du startest deinen Tag im Regenwald und das Erste, was du siehst, ist ein Gesicht, das aussieht, als hätte jemand eine zu groß geratene Fleischwurst mitten hineingepflanzt. Willkommen auf unserer Fotosafari in Borneo! Wir sind heute den Nasenaffen begegnet, und ich sage dir: Gegen diese Jungs sieht jeder Filter blass aus.
Besonders die Männchen tragen stolz ihre gewaltigen „Nasenwaffen“ zur Schau. Es ist ein echtes Spektakel, diese Primaten dabei zu beobachten, wie sie von Ast zu Ast springen, während das Riechorgan im Takt mitwackelt. Man fragt sich unweigerlich, ob sie damit das WLAN-Signal im Dschungel verstärken oder ob es einfach nur der ultimative Balz-Vorteil ist. Bei den Damen scheint es jedenfalls Eindruck zu schinden: Je größer der Zinken, desto höher der Status im Harem.
Fotografisch ist das Ganze eine herrlich humorvolle Herausforderung. Man wartet geduldig auf den Moment, in dem das Licht seitlich auf das Profil fällt, um die ganze Pracht dieser anatomischen Besonderheit einzufangen. Manchmal wirken sie fast menschlich, wie sie dort sitzen, am Bauch kratzend und mit einem Blick, der sagt: „Ja, ich weiß, ich sehe fabelhaft aus.“ Borneo enttäuscht nie, wenn es um skurrile und absolut liebenswerte Motive geht.
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.



