
Die stillen Drachen der Lava – Die Meerechsen
Wir sind auf San Cristóbal angekommen – und kaum hatten wir festen Boden unter den Füßen, wurden wir bereits begrüßt. Seelöwen lagen entspannt am Strand und auf dem Fußweg, als gehörte ihnen die Welt. Meerechsen sonnten sich regungslos auf schwarzer Lava. Bunte Klippenkrabben huschten zwischen den Felsen, während Fregattvögel und Pelikane über uns ihre Kreise zogen.
Doch hier widme ich diesen Beitrag den Meerechsen.
Sie wirken wie kleine Drachen aus einer anderen Zeit. Rau, archaisch, beinahe prähistorisch – und doch vollkommen friedlich. In der warmen Sonne der Galápagos-Inseln tanken sie Energie für ihre Tauchgänge im Meer. Ihre Gelassenheit überträgt sich. Keine Hast, kein Lärm, nur Rhythmus von Wellen und Wind.
Für uns als Fotografen ist es ein Geschenk. Diese Tiere erlauben Nähe, sie vertrauen der Ruhe. Und genau darin liegt die Kraft einer guten Naturfotografie: nicht im Jagen des Motivs, sondern im geduldigen Beobachten.
Unsere Fotosafari beginnt mit einem Gefühl von Staunen. Und mit der Erkenntnis, dass Fotografie auf einer Fotoreise mehr ist als Technik – sie ist Begegnung.
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen!


