

In den schattigen Wassergärten des Bandhavgarh-Nationalparks, dort, wo das Sonnenlicht in goldenen Splittern auf das smaragdgrüne Wasser tanzt, lebt ein Wesen, das aus Farbe und Geschwindigkeit gemacht zu sein scheint. Ein Vogel, klein an Gestalt, doch groß an Schönheit – der Eisvogel.
Wie ein flüchtiger Pinselstrich aus Azur und Feuer, ein lebendig gewordener Edelstein, durchbricht er die Stille der Flüsse. In einem Moment noch unsichtbar, im nächsten ein Blitz aus Blau, ein schimmernder Pfeil, der sich ins Wasser stürzt und mit einem Tropfen Gold in seinem Schnabel emporsteigt.
In vielen Kulturen gilt der Eisvogel als Bote des Glücks, als Verkünder der Hoffnung. Die alten Griechen glaubten, er könne den Wind besänftigen und das Meer beruhigen, weshalb sie ihn den „Halcyon-Vogel“ nannten – ein Wesen, das Stürme vertreibt und friedvolle Tage bringt.
Hier in Bandhavgarh begegnen wir ihm in seiner reinsten Form: ungezähmt, frei, ein Symbol der Unberührtheit der Natur. Jedes Foto, das ihn einfängt, ist ein Tribut an seine Pracht, eine Erinnerung daran, dass wahre Schönheit jenseits der Worte existiert – in einem Flügelschlag, im Glanz eines Tropfens, im Echo der Wildnis.
Möge euch diese Reise inspirieren, den eigenen Sehnsüchten zu folgen, den Kompromissen zu entfliehen und die Welt in all ihren Farben zu sehen. Denn das Leben ist zu kurz für Mittelmaß, zu kostbar für Ausreden.
Herzliche Grüße aus dem Herzen Indiens,
Euer Benny






