
FOTOSAFARI-Erlebnis: Wenn die Wildnis nur einen Meter entfernt ist
Stell dir vor, du sitzt in der absoluten Dunkelheit einer südafrikanischen Nacht in einem unterirdischen Fotoversteck. Um dich herum ist es still, bis das rhythmische Schlürfen von Wasser die Luft erfüllt. Nur einen Meter von mir entfernt senkt sich dieser gewaltige Schädel eines Kaffernbüffels zum Wasser. Sein Gehörn spannt sich über einen Meter weit – so breit, dass es trotz Weitwinkel kaum in den Sucher passt.
In diesem Moment schaute er mir direkt in die Augen. Obwohl ich im Hide relativ sicher war, ist das Gefühl, einem so mächtigen, starken und oft unberechenbaren Tier auf diese Distanz gegenüberzustehen, unbeschreiblich. Es ist ein mulmiges, aber gleichzeitig tief ehrfürchtiges Gefühl. Diese totale Selbstbewusstheit, mit der er trank, während wir uns Auge in Auge gegenüberstanden, ist eine Erfahrung, die man nicht vor dem Fernseher oder in der Zivilisation machen kann.
Genau das ist der Grund, warum ich meinen Job so liebe. Es sind diese intimen Momente tief im Busch, die uns die Kraft der Natur spüren lassen. Ob bei den Orang-Utans in Borneo, den Salzwasserkrokodilen in Australien oder eben mit Büffeln und Löwen in Afrika – ich freue mich auf jede weitere Begegnung in der Wildnis.
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen.
