
Wenn Waldbewohner beschließen, das Wasser zu ignorieren
Das lange Warten, das geduldige Suchen und das skeptische Stirnrunzeln haben sich gelohnt. Irgendwo zwischen Urwaldgeräuschen, Schweißperlen und der leisen Frage „Machen die das wirklich?“ passierte es plötzlich: Eine Jesus-Echse rannte über Wasser. Nicht im Film, nicht in einer Legende, sondern direkt vor unseren Kameras – in Costa Rica, live und ohne Spezialeffekte.
Dieser Moment war kurz, lautlos und unverschämt spektakulär. Ein reptilischer Sprint über die Wasseroberfläche, als hätte die Physik kurz weggeschaut. Kein Zögern, kein Zweifel – nur Tempo, Haltung und ein Blick, der sagte: „Ja, ich weiß, was ich kann.“ Während wir noch versuchten, unsere Begeisterung zu sortieren, war sie schon wieder verschwunden. Zurück blieb kollektives Staunen, hektisches Kontrollieren der Speicherkarten und dieses kindliche Grinsen, das man bekommt, wenn die Wildnis einen überrascht.
In diesem Blogeintrag zeige ich euch einige Bilder dieses blitzschnellen Augenblicks. Fotografische Beweise dafür, dass Geduld auf einer Fotoreise manchmal mit Wundern belohnt wird – und dass manche Tiere offenbar keinen Respekt vor Naturgesetzen haben. Genau für solche Momente liebe ich Fotosafaris, Fotoworkshops und die Fotografie in der Wildnis. Costa Rica hat geliefert. Und wie.
Das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Pläne, Ausreden und mittelmäßige Fotoreisen!



