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Galapagos


Galapagos das bedrohte Paradies!



Echsen, die ihre Nahrung unter Wasser aufsuchen, Kormorane die nicht fliegen können und Finken, die Blut trinken. Landschildkröten mit einem Gewicht von bis zu 300 kg und Fregattvögel, die als Piraten die Beute anderer Jäger stehlen.

1000 Kilometer vor der ecuadorianischen Küste im pazifischen Ozean liegt der Galapagosarchipel. Diese 13 Hauptinseln vulkanischen Ursprungs sind ein lebendiges Laboratorium der Evolution. Hier gibt es viele endemische Tiere und Pflanzen, die sich durch die Isolation vom Rest der Welt so entwickelt haben, wie nirgendwo sonst.
Auf Galapagos fand Charles Darwin den Grundstein und die Beweise für seine Evolutionstheorie. Die Tiere, die ursprünglich vom Festland stammten, mussten sich seit ihrer Ankunft auf den Inseln ihrer neuen Umwelt anpassen. Diese über viele Generationen fortlaufende Anpassung brachte Tiere hervor, die sich teilweise ganz anders verhalten und ernähren als ihre Vorfahren aus dem Festland.

Seit einigen Jahren träumte ich von der Realisierung bestimmter Bildideen, die ich auf Galapagos hätte machen können. Nun war es im Oktober 2004 soweit und ich bekam die Möglichkeit, die Bilder, die in meinem Kopf waren, aufzunehmen.


Die Reise war jedoch aus unterschiedlichen Gründen sehr strapaziös. Zunächst war der Flug sehr umständlich. Die Anreise von Hannover nach Baltra (Hauptflughafen des Archipels) dauerte mit mehreren Stops 50 Stunden. Die Rückreise etwa 75 Stunden. Nach der Ankunft auf Galapagos war die Hälfte von meinem Equipment bei der Fluggesellschaft (Iberia) verloren gegangen. Dies erreichte mich erst acht Tage später, wo es natürlich für bestimmte Aufnahmen bereits zu spät war. Was aber richtig schlimm war, nannte sich die Seekrankheit und erwischte mich am zweiten Tag der Reise und dauerte fast eine Woche lang. Später hat mich eine Virusinfektion durch unsauberes Wasser einige Tage lang völlig außer Kraft gesetzt. Trotz schlechter Gesundheitslage und einigen Einschränkungen versuchte ich dennoch, stetig meine Bildideen zu realisieren.

Die ersten acht Tage war ich mit einem kleinen Boot unterwegs und später verbrachte ich etwa zwei Wochen auf der Insel Santa Cruz. Während der Seereise legte das Schiff nachts die größeren Distanzen zurück und tagsüber besuchten wir zwei nahe beieinander liegende Besucherstandorte. Die Galapagos-Nationalpark-Vorschriften erlaubten uns zwei Landgänge an jedem Tag für jeweils etwa zwei Stunden. Es gibt viele Regeln zu beachten, um der Umwelt nicht zu schaden und die Tiere nicht zu stören. Ein von der Nationalpark-Behörde ausgebildeter Führer ist immer dabei und kontrolliert die Einhaltung der Regeln.
Die Menschen haben seit ihrer Ankunft auf den Inseln leider, wie so oft, vieles unwiderruflich zerstört und einige Tierarten ausgerottet. Mit eingeschleppten Tieren, wie Ratten und verwilderten Haustieren ist das Gleichgewicht der Natur außer Kontrolle geraten. Deswegen muss alles getan werden, um das, was übrig geblieben ist, zu schützen.
Ich persönlich finde die strengen Auflagen und die Einschränkungen der Touristen prima. Nur so können die Flora und Fauna des Archipels für die nächsten Generationen erhalten bleiben.

Für die Fotografen ist es jedoch nicht ganz einfach, auf diesen Inseln zu arbeiten. Ich erwähne an dieser Stelle einige der Schwierigkeiten, mit denen der Bildermacher konfrontiert wird:

Die schmalen Fußwege dürfen nicht verlassen werden. Das heißt im Klartext: man hat fast immer nur eine Perspektive zum Fotografieren, egal wo das Licht her kommt, oder wie der Hintergrund aussieht. Die nächsten Einschränkungen sind die Besuchszeiten. Man darf nur zu den vorgegebenen Zeiten an Land. Wenn diese gerade zwischen 10 und 12 Uhr sind, wo das Sonnenlicht bereits äußerst unfotogen wirkt, dann hat der Fotograf Pech gehabt. Eine weitere Schwierigkeit ist die kurze Aufenthaltsdauer (meist nur zwei Stunden) auf den jeweiligen Inseln. Teilweise muss man die Fotos beim Vorbeigehen „schießen.“

Man kann sich nicht genügend Zeit für die Motive nehmen, weil man durch die Standorte geführt wird und zu einer bestimmten Zeit die Inseln verlassen haben muss. Ein weiteres Problem ist die richtige Belichtung der Bilder. Ein schneeweißer Sandstrand mit schwarzen Lavasteinen ist eine große Herausforderung für jeden Chip und jeden Film.

Die einzige Möglichkeit der Fortbewegung zwischen den meisten Inseln ist der Seeweg. Wer Probleme mit der Seekrankheit bekommt, wird wie ich tagelang leiden. Bei mir haben selbst die Reisetabletten, Seebändchen, homöopathische Mittel und Scopoderm-Pflaster nicht geholfen. Deswegen werde ich leider nicht erneut nach Galapagos reisen. Muss ich auch nicht, denn die Bilder die ich im Kopf hatte, konnte ich dort aufnehmen. Hier zeige ich Ihnen eine kleine Auswahl der Bilder, die von verschiedenen Inseln stammen.

 

 


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